Zahnkredit: Kredite für Zahnersatz und andere Behandlungen vergleichen

Zahnbehandlungen sind teuer und die gesetzliche Krankenkasse zahlt lange nicht alles.

Nicht nur Zahnersatz und Implantate (Kronen, Brücken und Prothesen) oder Zahnspangen können den eigenen Geldbeutel überfordern. Auch eine aufwändige Behandlung von Parodontose oder kosmetische Zahnbehandlungen sind nicht gerade günstig.

Schon seit geraumer Zeit ist ein Kredit für die Begleichung der Zahnarztrechnung nichts Ungewöhnliches mehr.

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen nur einen Anteil an den Zahnbehandlungskosten. Und das auch nur, soweit die Maßnahme medizinisch als notwendig erachtet wird.

Anders ausgedrückt: Die gesetzliche Krankenkasse gibt Zuschüsse für die Grundversorgung, wer eine optimale Behandlung möchte, muss kräftig draufzahlen.

Die Versorgungslücke kann zu einem Teil durch privat abgeschlossene Zahnzusatzversicherungen geschlossen werden.

Vor allem für Zahnersatz ist dies sicher empfehlenswert. Aber auch dadurch werden oft nicht alle Kosten abgedeckt.

Selbst bei einer privaten Zusatzversicherung können die Eigenmittel nicht ausreichen, um den Zahnarzt zu bezahlen.

Natürlich haben sich Zahnärzte und Dentallabore auf diese Situation eingerichtet. Und die Kreditwirtschaft hat eine Marktlücke entdeckt.

Fast alle Zahnarztpraxen in Deutschland bieten ihren Patienten besondere Zahnkredite direkt an. Außerdem gibt es Ratenzahlungsmodelle insbesondere für Zahnersatz, Implantate oder Zahnspangen.

Diese Finanzierungsmodelle direkt in der Zahnarztpraxis erinnern an die Händlerfinanzierungen beim Autokauf.

Hier wie dort kann der sofortige Abschluss der Fremdfinanzierung teuer werden und ist deshalb nicht zu empfehlen.

Patienten können in vielen Fällen Geld sparen, wenn sie Zahnkredite und Ratenzahlungsangebote mit herkömmlichen Ratenkrediten vergleichen und sich in Ruhe für die günstigste Finanzierungsvariante entscheiden.

Kosten und Krankenkassenleistungen bei teuren Zahnbehandlungen

Über welche Größenordnung der finanziellen Belastung es bei wichtigen Zahnbehandlungen geht, soll an zwei Beispielen deutlich gemacht werden.

Als Beispiele haben wir Zahnersatz und Implantate sowie Zahnspangen ausgewählt. Fast jeder Patient wird mit der einen oder anderen dieser Zahnbehandlungen irgendwann im Laufe seines Lebens konfrontiert.

Zahnersatz und Zahnimplantate

Für Zahnersatz und Zahnimplantate zahlt die gesetzliche Krankenkasse Festzuschüsse. Grundlage sind die Kosten für die Regelversorgung. An einer darüber hinausgehenden Versorgung beteiligen sich die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht.

Der Festzuschuss beträgt 50 % der Kosten für die erforderliche Standardtherapie. Nach 5 Jahren erhöht sich der Zuschuss um 20 % und nach 10 Jahren um 30 %. Voraussetzung sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, nachgewiesen durch das Bonusheft.

Zahnersatz und Zahnimplantate sind sehr teuer, selbst wenn nur das Basismaterial verwandt wird.

Je nach Umfang der erforderlichen Behandlung können schnell 10.000 Euro und mehr anfallen. Beispielsweise beträgt das Honorar für eine Versorgung mit festsitzenden Implantaten bei Zahnlosigkeit häufig über 13.000 Euro. Ein Einzelzahnimplantat kann schnell fast 3.000 Euro kosten.

Zahnspangen

500 Euro bis über 6.000 Euro betragen die Zahnarzthonorare für Zahnspangen. Zuschüsse für die Behandlung vom Kreuzbiss gibt es für Kinder ab ca. 11 bis 18 Jahren.

Für medizinisch notwendige Maßnahmen zur Behebung einer erheblichen Fehlstellung (zum Beispiel ein korrekter Biss ist nicht möglich oder es bestehen Atemschwierigkeiten) werden 100 % übernommen.

Allerdings müssen die Eltern zunächst 20 % vorfinanzieren. Erst nach erfolgreicher Beendigung der Behandlung wird dieser Eigenanteil erstattet.

Erwachsene müssen die Korrektur von Fehlstellungen meistens selber tragen. Zuschüsse gibt es nur in wenigen schwierigen Fällen, wenn beispielsweise eine Operation am Kiefer als notwendige medizinische Maßnahme erforderlich wird.

Erster Schritt: Kosten der Zahnbehandlung gering halten

Die Anfertigung eines Heil- und Kostenplans vom behandelnden Zahnarzt sollte bei Implantaten, Zahnersatz, Zahnspangen und anderen teuren Zahnbehandlungen eine Selbstverständlichkeit sein.

Lassen Sie sich alle Behandlungsschritte und mögliche Alternativen genau erklären. Bei Maßnahmen, die richtig ins Geld gehen, kann die Einholung einer zweiten Meinung nicht schaden. Für Kassenpatienten ist der Kostenplan gebührenfrei.

Tipp: Gehen Sie vor Erstellung des Behandlungsplans nicht auf die gewünschte Zahlungsmethode ein.

Treten Sie als Barzahler auf. Bitten Sie um einige Tage Bedenkzeit. Zahnärzte aber vor allem hinter den Finanzierungsangeboten stehende Dentallabore möchten oft im Rahmen von Finanzierungskonzepten die kostspieligste Behandlungslösung realisieren.

Finanzierungsmöglichkeiten der Zahnarztrechnung

Patienten haben im Großen und Ganzen drei Möglichkeiten, eine teure Zahnbehandlung zu finanzieren.

Sie können eine Ratenzahlung vereinbaren, einen Zahnkredit direkt in der Zahnarztpraxis aufnehmen oder die Finanzierung mit einem nicht zweckgebundenen Kredit einer unabhängigen Bank vornehmen.

Kann man beim Zahnarzt in Raten zahlen?

Theoretisch ist es natürlich möglich, mit dem Zahnarzt unmittelbar die Begleichung der Zahnarztrechnung in Raten zu vereinbaren.

Für den Patienten ist dies eine bequeme Lösung, für den Zahnarzt bestehen natürlich Risiken. Zahlungsstörungen können niemals ganz ausgeschlossen werden.

Zahnärzte werden sich auf unmittelbare Ratenzahlungen aller Voraussicht nach nur einlassen, wenn sie den Patienten lange und gut kennen.

Zahnärzte werden eher Ratenzahlungsangebote von Finanzdienstleistern unterbreiten, mit denen sie kooperieren.

Oft handelt es sich dabei um Fremdfinanzierungsmodelle in Zusammenarbeit mit Dentallaboren, die den Zahnersatz herstellen.

Die Dentallabore subventionieren die Fremdfinanzierung, sodass jedenfalls für eine bestimmte Zeit eine Null Prozent Finanzierung zustande kommt. Nach Ablauf einer bestimmten Laufzeit werden dann aber Zinsen fällig.

Ein Beispiel ist das Ratenzahlungsmodell des Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentrums, welches auf der Webseite von Dentalplus dargestellt wird:

Für 12 Monate ist die Ratenzahlung Zins- und gebührenfrei. Darüber hinaus bis zu einer Laufzeit von 48 Monaten liegt der Zinssatz unter einem Prozent. Antragsteller müssen keine Einkommensnachweise vorlegen.

Dieses Angebot ist wirklich günstig, vor allem wenn die Rechnung innerhalb von 12 Monaten bezahlt werden kann. Es gibt aber auch andere Angebote, bei denen Zinsen schon nach 6 Monaten anfallen und der Zinssatz dann sehr hoch ist.

Spezielle Zahnkredite

Neben einer Kombination aus kostenloser Ratenzahlung und Kredit vermitteln Zahnarztpraxen echte Kredite, die von vornherein verzinst werden müssen.

Diese Darlehen werden meist von Finanzdienstleistern vergeben, die sich auf die Fremdfinanzierung im Gesundheitswesen mehr oder weniger spezialisiert haben.

Im Einzelfall können solche Kredite gewisse Vorteile bieten. Möglich sind vielleicht geringere Beträge, die von anderen Banken erst gar nicht vergeben werden oder kurze Laufzeiten, beispielsweise über nur 6 Monate.

Sowohl Ratenzahlungen als auch besondere Zahnkredite durch Vermittlung der Zahnarztpraxis können im Einzelfall noch einen weiteren Vorteil haben.

Häufig ist die Bonitätsprüfung nicht so streng wie bei anderen Verbraucherdarlehen. So können sich etwa umfangreiche Einkommensnachweise erübrigen, oder es werden etwas weniger strenge Anforderungen an den Kreditscore gestellt.

Allzweckkredite von Banken

Neben Darlehen und Ratenzahlungsvereinbarungen direkt über die Zahnarztpraxis, gibt es noch weitere Möglichkeiten, Zahnbehandlungen und vor allem Zahnersatz zu finanzieren.

Kleinere Beträge können vielleicht mit der Kreditkarte oder mit einem Dispositionskredit finanziert werden. Beide Lösungen sind teuer.

Aber sie haben den Vorteil, dass keine weiteren Verträge abgeschlossen und keine weiteren Kredite aufgenommen werden müssen. Zusätzliche Kreditverträge können negative Auswirkungen auf die Bonität haben.

Zudem ist eine Kreditfinanzierung von 500 Euro oder 1.000 Euro nur mit wenigen Kreditanbietern möglich. Diese Lösung empfiehlt sich, wenn die Beträge sehr rasch zurückgeführt werden können.

Für größere Beträge ist ein Bankkredit die Alternative. Ein solches Darlehen kann von der Hausbank oder von Direktbanken aus dem Internet stammen.

Direktbanken bieten, soweit ersichtlich, keine zweckgebundenen Darlehen für Zahnbehandlungen. Jedoch sind die Zinsen regelmäßig etwas günstiger als bei den Angeboten der Filialbanken.

Inwieweit die Hausbank günstige kleinere Kredite mit Sonderkonditionen zur Begleichung einer Zahnarztrechnung anbietet, sollte im Einzelfall nachgefragt werden. Es ist aber eher unwahrscheinlich.

Kredite für Zahnersatz und andere Zahnbehandlungen vergleichen

Werden höhere Beträge über 1.000 Euro oder 2.000 Euro benötigt, lohnt sich ein Vergleich immer.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Zahnarzt nach Finanzierungsmöglichkeiten und holen Sie das günstigste Direktkredit-Angebot mithilfe unseres empfohlenen Kreditvergleichs von Verivox ein.

Eine weitere Möglichkeit ist die Einschaltung eines Kreditvermittlers, der Ihnen die Arbeit eines Kreditvergleichs abnimmt und Sie professionell berät.

Unsere Empfehlung lautet Creditolo, ein seriöser deutscher Kreditvermittler mit guten Kundenbewertungen, der keine Vorkosten erhebt.

Maßstab bei einem Kreditvergleich ist der effektive Jahreszins. Ferner gibt es aber weitere wichtige Punkte:

1. Vermeiden Sie den Abschluss von Restschuldversicherungen. Durch Kreditausfallversicherungen und andere Finanzprodukte, die im Rahmen von Darlehen mit abgeschlossen werden, erhöhen sich die Kosten erheblich, manchmal sogar 100 %.

2. Achten Sie auf Konditionen, die Rückzahlungsmodalitäten betreffen. Dazu gehören kostenlose Sondertilgungen, die Möglichkeit der vorzeitigen kostenlosen Kreditablösung und eventuell auch Tilgungsaussetzungen.

Je schneller Sie den Kredit zurückführen, desto billiger ist er. Ohne die Vereinbarung kostenloser Sondertilgungen und Kreditablösungen, können Vorfälligkeitsentschädigungen fällig werden.

3. Sie haben bereits laufende Kredite? Versuchen Sie die Finanzierung ihrer Zahnbehandlung mit den laufenden Krediten zusammenzufassen.

Der Grund: Mehrere, selbst kleinere Kredite, wirken sich negativ auf die Bonität aus.

Sie können entweder den Kreditgeber des laufenden Darlehens um eine entsprechende Aufstockung bitten, oder mit einem entsprechend hohen neuen Kredit von einer anderen Bank das alte Darlehen ablösen und außerdem die Zahnarztrechnung bezahlen.

Fast alle Banken bieten einen kostenlosen Umschuldungsservice.

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